Home arrow Community arrow Anleitungen arrow J63 arrow Karosserie arrow Glasdach Einbau und rep.

Glasdach Einbau und rep. PDF Drucken E-Mail

Reparatur und Einbau von 3 Glasdächern

Einbauanleitung:

Über das Renault Espace Forum bin ich auf Madcom gestoßen, und habe hier drei gebrauchte Glasdächer gekauft. Jedes Dach kostete 40,- . Dazu kamen noch 15,- Versandkosten.
Leider wurden zwei Griffe der Dachfenster während des Transportes zerbrochen, aber Madcom liefert auf Kulanz zwei Griffe nach.
Da unsere Renaultwerkstatt die Dächer aus verständlichen Gründen (Garantie) nicht einbauen möchte, muss ich wohl selber ran.

 

Hier ist unser Espace:  j63-ohne.jpg j63-ohne1.jpg
und das sind die Glasdächer:
Wie man sieht, ist die Rahmenfarbe verblasst und die Schrauben für die Aufstellgriffe und die Scharniere verrostet.
schraube1.jpg glasdach.jpg
Also haben wir alles zerlegt, die Schrauben entrostet, auf einem Brett befestigt und als erstes mit Rostumwandler behandelt. Ich habe damit guter Erfahrungen bei der Restauration meiner BMW R25/2 Bj.1953 mit Beiwagen gemacht, schraube2.jpg
rostschrauben.jpg
anschließend haben wir die Teile grundiert und schwarz lackiert: lackschrauben.jpg  
Die Glasscheiben und die Rahmen hat unsere Tochter gereinigt und dabei die schönen Fingernägel ruiniert. Bei der Rahmenreinigung hat sie auch die Dichtungsgummis ordentlich vom Schmutz der Jahre befreit. Hier sammelt sich so einiges an. Dafür muss man die Gummidichtung auseinanderziehen wie auf dem Bild dargestellt: gummidach.jpg
Vor der Reinigung haben mein Sohn und ich die aus dem Rahmen stehenden Alunieten mit einem guten Saitenschneider abgeschnitten und mit dem Dremmel glattgeschliffen: nietenloch.jpg
 
Der Rest der Alunieten häggt sehr fest im Rahmen. Dies bracht mich auf die Idee die Nieten nicht auszubohren, sondern deren Löcher in der Mitte für die Befestigung des unteren (inneren) Rahmens mit Blechtreibschrauben zu verwenden. Hierfür haben wir die Löcher mit einer Reißnadel etwas aufgeweitet und den restlichen ehemaligen Zugstahl der Nieten nach innen gedrückt. drehmel.jpg
Anschließend wurden die Schrauben schon mal eingedreht, damit die Montage späer einfacher erfolgt. Für das Eindrehen ist schon ordentlich Kraftaufwand notwendig, aber Vorsicht, damit die Schraubenköpfe nicht abreißen: rahmen.jpg
 
Anschließend haben wir noch eine Schablone für die Dachöffnungen angefertigt. Dafür wurde ein von Schaumstoffresten gereinigter Innenrahmen auf Karton aufgelegt, die nach innen gehende Falzung mit einem Bleistift umfahren und anschließend ausgeschnitten: ausschnitt.jpg
ausschnitt1.jpg
Da wir die Dachfenster schon mal zerlegt hatten und sie, nach dem Geruch zu schließen, vorher in einem "Raucher" Zimmer eingebaut waren, haben wir die Gelegenheit genutzt auch die Sonnenschutzrollos zu reinigen. Dafür werden die beiden Abdeckungen an den Enden des Rollorahmens rechts und links mit einem kleinen Schraubendreher entfernt. raucherfenster.jpg
 Nun sieht man insgesamt fünf sehr kleine Innensechskantschrauben, zwei au&szligen rechts und links in den Endkappen, eine in der Mitte und jeweils eine zwischen der Mitte und Außen. Sieh sehe fast wie Nieten aus, sind es aber nicht. Da in unserem Fall die Schrauben festkorrodiert waren, habe ich den Rahmen rumgedreht, den Gummi angehoben und jeweils einen Tropfen Rostlöser darauf gegeben. fensterschraube.jpg  
Am nächsten Tag konnte ich einige Schrauben mit einem sehr kleinen Innensechskantschlssel lösen. Die, die sich nicht lösen ließen, habe ich mit einem Torx Bit T8, den ich kurz mit einem Hammerschlag in die Sechskantöffnung schlug, aufgedreht. schrauenoffen.jpg
Dies sind die Einzelteile des Rahmens. Die Rollos wurden anschließend mit der Brüste und Spüle gereinigt. waschen.jpg
Bei Rissen in der Rolloabdeckung kann man diese mit UHU Allplast kleben. Der Klebstoff läst den Kunststoff an und verschweißt ihn wieder.
Jetzt kamen die Rahmen noch mal dran. Da in den Rahmen die Reste des Zugstahls der Nieten herumkullerten, versuchte ich sie durch eine zusätzliche Bohrung im Rahmen zu entfernen. Ich bekam aber nur einen Stift heraus, da die anderen Stifte sich nur zwischen den noch vorhandenen Alunieten bewegen konnten.
Das ist so ein Zugstahlrest einer Niet aus dem Rahmen
nieterest.jpg
 Ich erinnerte mich, dass jemand im Forum sich hier mit Kleber beholfen hatte. Ich entschied mich für Patex. Damit ich diesen aber auch in den Rahmen bekam, musste ich ihn verdünnen. patex.jpg   
Anschließend wurde er mit einer Spritze in jedes Nietloch eingespritzt und durch hin und herbewegen der Rahmen verteilt. Dadurch wurden gleichzeitig die Stift mit Kleber beschmiert. Nach ein paar Tagen auf der Heizung waren die Stifte fest und somit Ruhe im Rahmen!  spritze.jpg
Anschließend habe ich die Gummidichtung der Rahmen abgeklebt. Das ist etwas fummelig und verlangt Geduld. gummiabkleben.jpg   
Nun wurden die Rahmen mit einer Alu - Grundierung aus der Sprühdose lackiert, und an einem warmen Ort getrocknet, das riecht zwar etwas streng in der Wohnung, aber bei Januar Temperaturen hat man keine andere Wahl. lackiert.jpg
lackiert1.jpg
Nachdem die Grundierung trocken war, habe ich den Rahmen mit einer Schaumstoffrolle schwarz lackiert. Damit die dabei entstehenden Lackbläschen aufplatzen, bin ich direkt, nachdem einige Zentimeter gerollt waren, mit einem weichen Pinsel leicht über die Lackfläche drüber gefahren. Das Ergebnis ist prima.
lackiert2.jpg lackiert3.jpg lackiert4.jpg
Während die Glasdachrahmen trockneten wurden die vorderen Haltebügel der Glasscheibe montiert. Die Rostflecken, die von den Schrauben auf das Glas bertragen wurden, habe ich mit Chrompolitur entfernt. Das Ergebnis ist überzeugend, es gab keine Schleifspuren im Glas. politur.jpg
Unter und auf die Gummidichtungsscheibe habe ich etwas Silikon aufgetragen. Nicht zuviel, sonst quatscht alles wieder beim Zudrehen heraus.

Genauso habe ich auch die Griffe montiert. Die Schrauben wurden einfach mit der Hand so fest wie möglich von außn eingedreht. Auch hier kam oberhalb und unterhalb das Silikon dazwischen. Das Silikon sichert die Schrauben und Muttern auch gegen unfreiwilliges öffnen. Das herausgepresste Silikon muss man natrülich sofort abwischen.

Ich habe anschließend am getrockneten Glasdachrahmen die Sonnenrollos montiert. Im nachhinein betrachtet macht dies keinen Sinn, da sie späer bei der Glasdachmontage im Auto bei dem Reindrücken des inneren Keder stören. Trotzdem sind hier die Bilder. In die Endkappen der Rollos werden die leicht gefetteten Enden der Stoffrollos gesteckt und anschließend durch Drehen vorgespannt.
rollo1.jpg rollo2.jpg rollo3.jpg
Anschließend werden die Stoffrollos in die Träger gesteckt. Die Arbeit ist etwas fummelig, weil alles nun unter der Federspannung steht. Am Besten hägt man die schwarzen Endkappen zusammen mit den Rollos fest und fädelt die Endkappen zuerst auf den Träger, bis es nicht mehr weiter geht. Dann schiebt man das andere Ende in das dazu passende Loch in der Mitte des Trägers. Jetzt noch die Endkappe ganz aufschieben und damit ist eine Seite des gesamten Rollos fertig. Wenn beide Rollos im Trä,ger eingesteckt sind, wird der gesamte Träger am Glasdachrahmen wieder festgeschraubt. An den Auflageflächen neben den mittleren Schrauben habe ich etwas Silikon zum Festkleben drunter gegeben. Die kleinen Schrauben habe ich mit etwas Fett montiert.
rollo4.jpg rollo5.jpg
rollo6.jpg
Anschließend sind die Glasdächer fertig für die Montage. glasdachfertig1.jpg glasdachfertig2.jpg
Nun kam der spannende Augenblick, Montage des ersten Glasdaches!!!

Eine standfeste mittelhohe Leiter ist bei den Arbeiten sehr dienlich.

Die vorher erstellte Schablone wurde auf dem Dach ausgerichtet und mit einem dicken Filzstift umfahren.
montage1.jpg
Die Schablone habe ich nun wieder auf die Seite gelegt, und ber den Filzstiftstrich Abklebeband geklebt. montage2.jpg  
Nun kam die Schablone erneut auf's Dach, wurde genau ausgerichtet und mit einem dünnen Filzstift umfahren. Das war nun die Line zum Sägen.

Da ich den Himmel nicht mit durchsägen wollte, um ihn später besser anpassen zu können, habe ich ihn vom Dach abgelöst. Dafür wurde in der Mitte des Himmels mit einem scharfen Messer ein Loch hineingeschnitten. Dies war das erste grauslige Gefühl. Dann konnte ich den Himmel im Innenraum abziehen. Teile der Klebeschicht löste sich sowohl vom Schaumstoff und vom Dach und kamen in den Mülleimer.
montage3.jpg
Jetzt kam der Point of No Return. Ich bohrte ein Loch in unser Dach!!! montage4.jpg  
Jetzt kam die Stichsäge zum Einsatz. Es empfiehlt sich dringend eine Staubschutzmaske anzuziehen und einen Staubsauger parat zu halten. Den Innenraum habe ich bis auf die Vordersitze ausgeräumt und den Rest abgedeckt. Nach Beendigung der Sägearbeit sieht es so aus (unser Nachwuchs konnte es nicht fassen, dass ich das Dach aufgesägt hatte!!!):
montage5.jpg montage6.jpg
montage7.jpg
Auf den Dichtungsgummi des Glasdachrahmen habe ich mit Teroson eine Raupe Acryldichtmasse aufgetragen, damit es auch dicht wird. Silikon empfiehlt sich hier nicht, da bei einem Lackieren des Daches hier garantiert ärger angesagt ist, weil auf dem Silikon jede Farbe abperlt. montage8.jpg
Nun wird der Dachrahmen in das Loch gelegt und der Alubefestigungsrahmen von unten dagegen geschraubt. montage9.jpg montage10.jpg
Das austretende Acryl wird einfach abgewischt. montage11.jpg  
Den Himmel habe ich dann mit Sprühkleber wieder angeklebt, eine verflixt fummelige und klebrige Angelegenheit. Jetzt muss der Himmel noch zugeschnitten werden. Hierfür habe ich eine scharfes Messer (Cuttermesser) verwendet. Am Besten erst mal langsam das Loch vergrösern und dann das Messer mit der Spitze in die Kederrille setzen und dann darin entlang fahren. Vorsicht, wenn man hier einen Fehler macht, ist der Himmel ruiniert.

Ist der Himmel ausgeschnitten, wird der Rand mit dem Keder am Alurahmen befestigt. Vorher ggf. noch mal Kleber drunter sprühen.

Beim zweiten Glasdach habe ich keinen Sprühkleber verwendet, sondern doppelseitiges Klebeband für Teppichböden. Von der Rckseite des Himmels muss allerdings der ursprünglich klebende Untergrund entfernt werden, was aber nicht weiter schwierig war.
montage12.jpg
Das Doppelseitige Klebeband hält auch sehr gut, zumindest bis jetzt, und man kann die Schutzfolie auch nur nach Bedarf abziehen. Außerdem bleibt die Umgebung sauber, mit Sprühkleber muss man hier schon sehr aufpassen.

Nun werden die Rollos angeschraubt (siehe oben) und die Glasscheibe von oben eingesetzt. Dabei kann man an die vorderen Haltebgel noch mal etwas Fett drangeben.
 montage13.jpg  

Fertig!!!

Hier ein Bild mit zwei montierten Glasdächern: fertig.jpg

 

Für Rückfragen:
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
 

 
< zurück   weiter >
© 2007 espace-freunde   Template von hin>>und>>web