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Modellgeschichte JE
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Der Espace JE - der erste Quertreiber

Mit dem Modell JE hielt 1997 der quer eingebaute Motor Einzug in den Espace. Das bedeutete gleichzeitg das 'Aus' für die alten Vierzylinderaggregate, die seit 1984 im Espace und sogar schon seit 1975 bei Renault ohne grundlegende Änderungen im Einsatz gewesen waren. Der altbekannte V6 (jetzt mit 3.0L und 167 PS statt 2.9L und 150 PS) fand sich noch bis 1998 (jetzt quer eingebaut) unter der kurzen Haube, bevor auch er von einem moderneren Triebwerk abgelöst wurde. Der JE besaß wie seine Vorgänger eine Kunststoffkarosserie, die auf einem tauchverzinken Stahlchassis montiert war. Auch er wurde bei Matra entwickelt und produziert.

Während die Karosserie zwar dynamischere Züge bekam, grundsätzlich aber die Linie des J63 fortsetzte, erlebte nun das Armaturenbrett (das bisher noch relativ konventionell aussah) eine Revolution: in Fahrzeugmitte angebrachter Digitaltacho, großes Handschuhfach dort, wo sonst die Mittelkonsole war, die Heizungs- und Klimatisierungsbedienung für rechts und links getrennt an den Außenseiten des Armaturenträgers, .... Man könnte diese Aufzählung noch ellenlang fortführen, es war einfach alles anders als bisher. So neu und unverschämt wie 1984 das Konzept des Vans!

Auf der IAA 1997 wurde eine um 25 cm verlängerte Version unter dem Namen 'Grand Espace' vorgestellt, der nun das 'King-Size-Format' der amerikanischen und vieler asiatischer Konkurrenten erreichte. Hatte die europäische Konkurrenz zuletzt nachgezogen und ebenfalls V6-Versionen ihrer Vans vorgestellt, so blieb der JE 'Grand Espace' bis zu seiner Ablösung 2002 der einzige europäische Van, der auch als 7-Sitzer noch ausreichend Gepäckraum bot und trotzdem die Fahrdynamik und den Komfort eines PKW aufwies.

Im Jahr 1999 wurden zwei neue Motoren vorgestellt: der 2.0-16V mit 140 PS wurde als zusätzliche Option in die Preisliste aufgenommen, der neue V6 3.0-24V löste den alten V6 3.0 ab. Im folgenden Jahr wurde auch der Turbodiesel durch ein moderneres Aggregat ersetzt: der 2.2 dCi (130 PS) löste den 2.2 dT (113 PS) ab. Zusätzlich wurde nun auch ein kleiner Turbodiesel (1.9 dTi mit 98 PS) angeboten.

Topmodell der Baureihe JE war der Initiale, bei Renault seit Beginn der neunziger Jahre Synonym für puren Luxus. Kein anderer Espace war vorher zu dieser Ehre gelangt!

Im Jahr 2001 begann Renault, die Modellpalette auszudünnen. Mitte 2002 waren nur noch zwei Motoren und zwei Ausstattungslinien lieferbar, im Oktober 2002 lief die Produktion aus. Der JE wurde abgelöst vom JK, der in Sandouville in einem Renaultwerk hergestellt wird. Der JE war der letzte Espace, der von Matra entwickelt und produziert wurde.

Bemerkenswert am JE war sicherlich die Tatsache, daß er die landläufige Meinung, nach der Fahrzeug mit Kunststoffkarosserie wenig crashsicher sind, eindrucksvoll widerlegte und als einziger Van im ADAC-Crashtest vier Sterne (damals Höchstnote) erreichte.
 
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